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AFS-Workshop “Engaging for Peace in Europe“ im Europaparlament

Was bedeutet es eigentlich, sich für den Frieden in Europa einzusetzen und warum ist das so wichtig?

Heutzutage sehen viele Menschen in Europa den Frieden, welcher alles andere als selbstverständlich ist, als eine Selbstverständlichkeit an. Dabei ist das Ende des ersten Weltkriegs erst 100 Jahre und das Ende des zweiten Weltkriegs 73 Jahre her. Dreiundsiebzig Jahre. Weniger als die durchschnittliche Lebenserwartung eines Europäers. Obwohl diese schlimmen Kriege noch nicht so lange zurück liegen, verschwinden sie jedoch immer weiter aus unserer Vorstellungskraft.

Um diesen Frieden zu wahren, müssen wir uns jedoch verantwortlich fühlen, aktiv daran zu arbeiten, die Freundschaften zu anderen Ländern zu pflegen und Hand in Hand mit diesen zusammen zu arbeiten. Denn besonders heute, in einer Zeit, in der viele Ländern mit neuen Sorgen und Ängsten der Bevölkerung zu kämpfen haben, ist es umso wichtiger, ein Verständnis dafür zu bekommen, dass wir das Glück - welches wir haben - in einem so friedlichen Europa zu leben, nicht leichtfertig auf’s Spiel setzen dürfen.

Das Projekt „Engaging for peace in Europe“ wurde von AFS Deutschland und AFS Frankreich ins Leben gerufen und soll uns daran erinnern, die Augen nicht zu verschließen. Anlässlich des 100-jährigen Kriegsendes kamen vom 09.-11. November 2018 knapp 200 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Frankreich und AFS Austauschschülerinnen und Schüler aus aller Welt, in Straßburg zusammen. Wir diskutierten über Themen wie kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Ländern, regionale und überregionale Probleme in Europa und wie unterschiedlich man Frieden definieren kann. Des Weiteren wurde den Jugendlichen vermittelt was ein “Changemaker“ ist und dass jeder, der sich engagieren möchte, einen Effekt auf unsere Gesellschaft haben kann. Veränderungen durch Projekte etc. beginnen oftmals dadurch, dass kleine Menschen große Ideen haben und den Mut und die Überzeugung diese Dinge durchzuführen.

Als Beispiel kamen wir dann auf den American Field Service zu sprechen. Einige junge Amerikaner haben während des 1. Weltkriegs beschlossen, dass sie helfen wollen und haben diesen Plan auch in die Tat umgesetzt. Obwohl die meisten Menschen diese Idee für schwachsinnig hielten, gingen diese jungen Menschen nach Frankreich und retteten dort einige Menschen, die im Krieg verwundet wurden. Auch im zweiten Weltkrieg gingen hunderte von Freiwilligen weltweit als Sanitätswagenfahrer nach Europa um den Verwundeten zu helfen. Nach Ende des Krieges kamen in den USA einige der Sanitätswagenfahrer zusammen und beschlossen, Jugendaustauschprogramme ins Leben

zu rufen. Denn durch einen solchen Austausch kann man die Beziehungen zwischen Ländern verbessern und zum Weltfrieden beitragen. So ist also aus der Initiative von einigen Amerikanern eine der weltweit größten, gemeinnützigen Austauschorganisationen entstanden, die heute in über 50 Ländern vertreten ist. Der Leitsatz von AFS Deutschland lautet „Bei AFS lernen Menschen, mit einer globalen Perspektive aktiv Verantwortung für sich und in ihrem Umfeld zu übernehmen“, dies spiegelt sich unter anderem in Projekten wieder, wie am vergangenen Wochenende in Straßburg.

Der Workshop “Engaging for Peace in Europe“ fand primär am 09. November im Europaparlament statt. Die Räume des Parlaments nutzen zu dürfen war für alle ein ganz besonderes Erlebnis.

Während wir vormittags Input vermittelten, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler am Nachmittag an einem Projekt, welches sie in der Zukunft in ihren Gemeinden umsetzen wollen. Die Teilnehmer des Workshops haben gelernt, dass es okay ist, wenn Menschen unterschiedlich sind, an andere Dinge glauben und aus anderen Kulturen kommen. Denn wir können voneinander profitieren, dadurch dass wir alle unterschiedlich sind. Außerdem wurde vermittelt, dass die Schülerinnen und Schüler die Generation der Zukunft sind, die einen Einfluss haben können. Es ist wichtig, die Augen nicht zu verschließen und Hand in Hand zu arbeiten.

Am Samstag, den 10. November besuchten wir, die deutschen Ehrenamtlichen, gemeinsam mit den deutschen Schulen und den AFS Austauschschülerinnen und Schülern, die Gedenkstätte „Hartmannswillerkopf“ im französischen Elsass. Dort besichtigten wir einen ehemaligen Schützengraben und nahmen an einer Gedenkfeier zu ehren der gefallenen Soldaten teil. Dies war zudem der Ort, an dem die Sanitätswagenfahrer vom American Field Service ihren ersten Einsatz hatten.
Zur Gedenkfeier in Straßburg, am 11. November, hatte AFS Frankreich es geschafft, einen ehemaligen Sanitätswagen aufzutreiben. Diesen Wagen selbst einmal sehen zu können war für mich ein ganz besonderes Erlebnis.
Ein Teil dieses Austausches gewesen zu sein, war für mich eine tolle Erfahrung. Ich habe nicht nur nette, interessante Leute kennengelernt, ich habe zudem sehr viel über das Leben in Europa gelernt und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass wir so viel Einfluss auf die Entwicklung Europas haben können und dass wir das, was in den letzten Jahrzehnten in Europa entstanden ist, nicht wieder kaputt machen dürfen.                               Anna Sießenbüttel


Japanische Gäste von deutschem Matheunterricht begeistert

Im Rahmen der Kooperation mit der Firma CASIO hatten jetzt vier Produktentwickler aus dem Stammhaus der Firma in Japan Gelegenheit, unsere Schule zu besuchen und sich einen Eindruck vom Schulalltag an einem deutschen Gymnasium zu verschaffen. Die japanischen Gäste besuchten auch einige Unterrichtsstunden und zeigten sich insbesondere beeindruckt von der interaktiven Gestaltung des Unterrichts und den kommunikativen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler.

Voyage à Paris

Vom 16 bis zum 19 März haben wir gemeinsam mit der Reimer-Bull-Schule in Marne einen kurzen aber aufregenden Ausflug nach Paris unternommen. Unser Trip startete am Donnerstagabend. Nach einer etwa 11 stündigen Fahrt kamen wir erschöpft aber glücklich am Freitagmorgen in Frankreich an. Wir wurden am Eiffelturm herausgelassen und durften den Eiffelturm sowie die Gegend um ihn herum erkunden. Danach sind wir weiter zum Arc de Triumph gefahren, um von dort aus die Champs Elysees herunterlaufen zu können. Dort hatten wir viel Freizeit um die Gegend zu erkunden. Da das alles sehr anstrengend war, sind wir dann erstmal zu unserer Unterkunft für die Nacht gefahren. Wir konnten uns frisch machen, entspannen und zu Abend essen. Als Abschluss des ersten Tages haben wir noch einen „Abendbummel“ durch Paris gemacht.

Am Samstagmorgen ging es nach dem Frühstück auf nach Notre-Dame. Wir konnten die Kathedrale von innen besichtigen, oder die Straßen rund um Notre-Dame erkunden. Anschließend haben wir eine Bootsrundfahrt auf der Seine gemacht und sind danach noch zum Louvre gelaufen. Dann waren die sehr anstrengenden aber tollen Tage in Paris für uns auch schon vorbei. Wir sind am Samstagabend wieder nach Marne aufgebrochen. Diese Fahrt hat sich echt gelohnt und man sollte so etwas auf jeden Fall mal mitgemacht haben. Hanna und Lara; Klasse 8b


etwinning Projekt: "Language - a mantle of communication"

Wir führen derzeit ein eTwinning Projekt mit dem Namen “Language - A Mantle Of Communication“ im Rahmen des ASEF (Asia-Europe Foundation) Klassenzimmer Netzwerk durch. Eine Gruppe von Schülern aus der 12. und 13. Klasse nimmt auf freiwilliger Basis an diesem Projekt teil. Sie arbeiten gemeinsam mit Schülern aus zahlreichen verschiedenen Ländern zusammen, indem sie ihr interkulturelles Verständnis und ihre Kommunikationsfähigkeiten erweitern. So lernen sie Schüler aus Malaysia, Indonesien, Singapur, Philippinen, Indien, Vietnam, Litauen, Kroatien,Dänemark, Russland, Ungarn, Bulgarien und Frankreich.

Ziel dieses Projektes ist es, dass die Schüler lernen, die kulturelle Vielfalt der Sprachen wertzuschätzen, indem sie u.a. die in verschiedenen Sprachen gefundenen Lehnwörter untersuchen. Durch das Verständnis, warum und wie Sprachen lexikalischen Einheiten voneinander ausleihen, lernen die Kursteilnehmer wie kompliziert jedes Sprachsystem funktioniert und wie Sprachkontakte jede Kultur bereichert hat. Beispiele setzen sich aus einer Reihe von Sprachen zusammen, aber der Schwerpunkt liegt auf Englisch.Schließlich werden unsere Schüler, die an diesem Projekt über Web-Plattformen teilnehmen, ihre Englischkenntnisse verbessern und ihre Fähigkeiten in Informations- und Kommunikationstechnologien erweitern, indem sie die sprachlichen und kulturellen Hintergründe erforschen.