bandung / Indonesien


Zweiter Durchgang des Indonesienaustausches gestartet

Nachdem vor einem Jahr der erste Austausch mit einer Schule in Bandung/Indonesien aus der Taufe gehoben worden war, konnte Frau Richter jetzt gemeinsam mit den beteiligten Schülerinnen und deren Eltern die diesjährige indonesische Delegation am Flughafen im Hamburg begrüßen. Die Schülerinnen werden bis zum 26.3. unser Schulleben und die Region kennenlernen.


mit faszinierenden erfahrungen aus bandung zurück

Nach einer 25 Stunden langen Reise kamen wir endlich mit Frau Richter als Begleitung am Flughafen in Jakarta, der Hauptstadt von Indonesien, an. Die nächsten drei Wochen sollten wir jedoch in Bandung, der viertgrößten Stadt Indonesiens, verbringen. Deshalb mussten wir nach der langen Anreise noch ungefähr vier Stunden mit dem Auto unserer indonesischen Lehrer zu unserem neuen Zuhause fahren.

 

Nun standen uns drei Wochen bevor, in denen wir das komplette Gegenteil von unserer deutschen Heimat erleben würden. Obwohl wir uns darauf eingestellt hatten, wurden wir von der Hitze, der extrem hohen Luftfeuchtigkeit, dem enormen Verkehr, dem asiatischen Essen und den sehr ärmlichen Verhältnissen erschlagen.

 

Trotz Jetlags mussten wir am nächsten Morgen früh aufstehen und zur Schule gehen. Obwohl wir  vier auf zwei verschiedene Schulen gegangen sind, wurden wir von beiden Schulen mit einer Gastfreundschaft empfangen, die man sich in Deutschland kaum vorstellen kann. Außerdem wurden wir von vielen Lehrern und Schülern bedrängt, die alle mit uns Bilder machen wollten, da sie normalerweise kaum blonde oder hellhäutige Menschen treffen.

 

Die nächsten Tage verbrachten wir teilweise in der Schule und mit Ausflügen in die Umgebung. Unter anderem lernten wir eine traditionelle Färbetechnik (Batik) kennen und besuchten eine Pferderanch, auf der wir auch reiten konnten. Das erste Wochenende verlebten wir in einem Schülercamp, in dem wir indonesischen Schülerinnen und Schülern die deutsche Sprache spielerisch  beibringen  sollten,  was aber nur in Maßen geklappt hat. Wir hatten zudem die Möglichkeit, einen inaktiven Vulkan zu besichtigen, was ein beeindruckendes Erlebnis war. Da Frau Richter  nach einer  Woche zurückgeflogen ist, haben wir sie mit unseren Austauschpartnern nach Jakarta begleitet und dort noch in einem Freilichtmuseum  Station gemacht, in dem die einzelnen traditionellen Hausformen Indonesiens nachgestellt wurden.

 

Am zweiten Wochenende haben wir mit unseren Familien etwas unternommen und sogar die Möglichkeit bekommen, einige Strände Indonesiens zu sehen. Natürlich waren wir auch shoppen, da die Waren in Indonesien teilweise viel günstiger zu bekommen sind als in Deutschland. Die berühmte Paris van Java Mall war für uns wie ein Paradies auf Erden und wir hätten uns tagelang darin aufhalten können.

 

Im Großen und Ganzen vergingen diese drei Wochen wie im Flug und wir haben einen Einblick in das indonesische Leben bekommen, welchen man niemals erlangen kann, wenn man sich nur als Tourist dort aufhält. Außerdem haben wir auch etwas fürs Leben lernen können, nämlich wie man selbstständig in einer fremden Umgebung zurechtkommt. Vor allem wurde uns hierdurch auch klar, dass der Standard in unserer Heimat nicht selbstverständlich ist. Durch diesen Austausch haben wir Freundschaften fürs Leben schließen können und haben nun eine zweite Familie am anderen Ende der Welt, in der wir eine Zeit verbracht haben, auf die wir gerne und mit Freude zurückschauen.