Singapur

Seit mittlerweile zehn Jahren besteht eine Partnerschaft mit dem Millenia Institute in Singapur. Dabei handelt es sich um eine High School, auf der die Schülerinnen und Schüler wie bei uns auf den Besuch einer Universität vorbereitet werden.

Nachdem der Austausch in den ersten Jahren klassenweise oder mit größeren Gruppen durchgeführt wurde, wird er jetzt Schülerinnen und Schülern der Oberstufe angeboten, die sich für eine Teilnahme bewerben können. Ohne Lehrkraft reisen sie dann in der Regel für drei Wochen im Sommer nach Singapur, während ihre Partner dann im November nach Marne kommen.


Austausch 2014

Große Aufregung am Flughafen Fuhlsbüttel in Hamburg. Zwei Wochen Asien standen auf dem Programm und das nur zu viert. Es sollte für alle der erste Asien-Besuch sein. Am Changi-Flughafen warteten dann, nach inklusive Zeitverschiebung genau 24 Stunden, vier Austauschpartner samt Familien auf uns. Dann ging es erst einmal in unser jeweiliges neues Zuhause, wobei ich noch einen Ausflug auf die Insel Sentosa machte. Am nächsten Morgen mussten wir trotz Jetlags früh aufstehen, bis abends stand Schule auf dem Plan. Am Abend taten wir dann das, was alle Singapurer am liebsten tun: shoppen. An den weiteren Tagen sahen wir Kampong Glam, Litte India sowie Chinatown (Stadtviertel, in denen einst die Malaien, Inder und Chinesen gelebt hatten).

 

Am häufigsten hielten wir uns für das Sightseeing in Marina Bay auf. Dort gab es allerhand zu sehen. Unter anderem waren wir im Sky Park, also auf dem Dach des weltberühmten Marina Bay Hotel, und eine Fahrt mit dem Singapore Flyer (Riesenrad) konnten wir uns nicht entgehen lassen. Den Blick auf die Skyline der 6,5-Millionen-Metropole mit ihren unzähligen bunten Lichtern werden wir nie mehr vergessen. Außerdem haben wir nach dem Besuch im Nationalmuseum den Tag im Zoo verbracht und anschließend an der Nightsafari teilgenommen, der größten der Welt.

 

Ein Shopping-Tag in der Orchard Road war ebenfalls ein absolutes Muss für uns. Auf der anderen Seite mussten wir auch einiges einstecken. Wir waren alle jeden Tag sehr lange in der Schule (Rekord: 12 Stunden!). Des Weiteren hatten einige von uns, gerade am Anfang, stark mit Heimweh zu kämpfen, eine von uns hat sogar die Gastfamilie gewechselt. Doch das war zum Schluss alles halb so schlimm, da wir die besten Austauschpartner hatten, die man sich vorstellen kann. Sie haben alles für uns getan, auch wenn unsere Forderungen nach Sehenswürdigkeiten und Tourismusattraktionen manchmal recht hoch waren. Aber wir hatten am Ende die Möglichkeit, alles zu sehen, was die Stadt zu bieten hat.

 

Auch Fotoshootings wie vor dem „Merlion“, dem Wahrzeichen der Stadt, gehörten dazu, wobei dafür häufig der brandneue „Selfie-Stick“ verwendet wurde. Mein persönliches Highlight war jedoch mein Geburtstag, ein einfach unbeschreibliches Erlebnis! Nicht minder beeindruckend war auch der Gottesdienst, der mit über 2000 Besuchern eher wie ein Popkonzert wirkte, vor allem wegen der Songs! Julians Highlight war die Formel-1-Strecke in Singapur, die er am letzten Tag zu sehen bekam.

 

Der Tag, an dem die letzten Zweifel verschwanden, war der Samstag vor unserer Rückreise: Sentosa Island - einfach paradiesisch mit warmem Wasser, Sandstrand und Palmen. Wir wollten gar nicht mehr aus dem Meer heraus und ich wollte gar nicht so recht glauben, dass das dieselbe Insel war, die ich schon am ersten Tag zu sehen bekam. Alles schien sich so verändert zu haben. Dabei waren vor allem wir es, die sich nach zwei Wochen Asien so stark verändert haben. Wir sind selbstständiger geworden, haben unsere Sprachkenntnisse verbessert und Freunde fürs Leben gefunden.

Am letzten Morgen hieß es dann Abschied nehmen inklusive Geschenken und Tränen. Viel zu schnell gingen diese zwei Wochen vorbei. Heute, zwei Monate später, sind wir immer noch in Kontakt und können es kaum abwarten, unseren neuen Freunden in Kürze beim Gegenbesuch unser Zuhause zu zeigen! Alles in allem möchte niemand von uns auch nur eine einzige Sekunde dieses unfassbar schönen Austausches missen!