Strasbourg


Austausch mit dem Lycée Jean Monnet in Strasbourg

Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen, die sich für Frankreich und die französische Sprache begeistern können, haben jedes Jahr die Möglichkeit, an einem Individualaustausch mit Gleichaltrigen des Lycée Jean Monnet in Strasbourg teilzunehmen.

 

Für drei Wochen im Januar kommen die französischen Schülerinnen und Schüler zu uns nach Marne, wohnen in einer Gastfamilie und besuchen die Klasse ihres Austauschpartners. Für die deutschen Schülerinnen und Schüler besteht dann wiederum noch vor den Osterferien die Möglichkeit, für zwei oder drei Wochen in Strasbourg zu leben und das französische Familien- und Schulleben kennenzulernen. Ansprechpartnerin für diesen Austausch ist Frau Herse.

 


Katja becker lernt das Lycée Jean Monnet von innen kennen

Nachdem ich im Januar Emilie als meine Gastschülerin aus Strasbourg (Frankreich) für drei Wochen bei mir aufgenommen habe, bin ich Ende März für zwei Wochen zu ihr nach Strasbourg geflogen.

Nach dem eineinviertelstündigen Flug von Hamburg nach Karlsruhe wurde ich dort von Emilie, ihrer Oma und ihrem Freund abgeholt. Ich habe mich gleich gut mit ihrer Familie verstanden und mich dadurch schnell eingelebt. Es war schön, dass Emilie und ich das gleiche Hobby haben. Wir reiten beide gerne und so konnte jede bei der anderen mitreiten. In unserer Freizeit und an den Wochenenden sind wir zum Reiten gefahren (ca. 60km von Strasbourg entfernt).

Da Emilie in Illkirch, einem Vorort von Strasbourg wohnt, sind wir meistens mit der Straßenbahn zur Schule gefahren, was ca. eine Stunde gedauert hat. An die langen Schulzeiten, von 8:15 Uhr bis teilweise 17:45 Uhr musste ich mich allerdings erst mal gewöhnen. An der Schule wurden zudem andere Unterrichtsfächer gelehrt, wie zum Beispiel Economy, AP oder SVT. Ungewohnt waren für mich ebenfalls die großen Klassen von bis zu 36 Schülern sowie die große Schule mit mehreren Gebäuden und mehr als 1000 Schülern. Auch die Leute mit ihrem völlig anderen Kleidungsstil (Jogginghosen und Sportsachen) und ihre Art waren für mich zunächst ungewohnt.

Da man sich in der Schule zum Essen im Voraus für das ganze Schuljahr anmelden musste, haben wir uns mittags entweder in einem Imbiss in der Stadt oder im Einkaufszentrum etwas zu Essen geholt. Abends haben wir dann mit der Familie zusammen gegessen. Außerdem habe ich in der Schule noch andere Austauschschüler aus Deutschland kennengelernt, mit denen ich mich auch gut verstanden, aber leider nicht so viel unternommen habe. Nach der Schule sind wir meistens noch in das Einkaufszentrum in der Nähe gegangen und haben Freunde getroffen.

Strasbourg ist eine echt schöne Stadt, in der es in der Altstadt sowie dem neunen, modernen Teil viel zu sehen gibt. Meine Gastfamilie hat mir viel von der Stadt gezeigt wie zum Beispiel die 142 Meter hohe Kathedrale, die man auch besichtigen konnte. Beeindruckend waren auch die alten Häuser und das schöne Ufer der Ill. Das Europaparlament und die umliegende Gegend waren auch echt spannend. Die jeweiligen Länder sind alle durch Häuser/Villen in den Straßen um das Europaparlament vertreten.

Ich habe in Strasbourg eine sehr schöne Zeit verlebt und würde, wenn sich die Möglichkeit bietet, wieder an einem Austausch teilnehmen.                                                Katja Becker