Schule und Wissenschaft

Naturwissenschaftliche Fortbildungen

Bereits seit März 2012 ist das Gymnasium Marne Europaschule eine der zehn ausgewählten Stützpunktschulen für die Naturwissenschaften des Landes Schleswig-Holstein. Bei dem Projekt TWS - „Transfer- Wissenschaft-Schule" bieten wir Fortbildungen für Lehrkräfte an, die aktuelle Entwicklungen aus der fachbezogenen und fachdidaktischen Forschung in den Naturwissenschaften zur Diskussion stellen. Bei unserem regionalen Konzept sind diese Veranstaltungen auf mehrere Schulen verteilt. Neben dem Gymnasium Marne gehören die Nordseeschule St. Peter-Ording, die Schule am Meer Büsum, die Kaiser-Karl-Schule Itzehoe und die Hermann-Tast-Schule Husum zu dem gemeinsamen Netzwerk. Da auch die Gemeinschaftsschule Meldorf und das Werner-Heisenberg-Gymnasium Heide als Stützpunktschulen beauftragt sind, besuchen viele Lehrkräfte in der Region die Fortbildungen und nutzen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Die TWS-Veranstaltungen finden fächerübergreifend für die Fächer Biologie, Chemie, Physik und Technik statt. Die Fortbildner passen die Fortbildungen im Vorwege den gewünschten Schwerpunkten an und bringen zusätzlich zur theoretischen Einführung stets auch eine ganze Reihe von Materialien und Geräten mit, mit denen die Lehrkräfte die Experimente und Ansätze gleich selbst probieren können.

 

Die Inhalte der Fortbildungen fanden sich auch in diesem Schuljahr direkt im Unterricht wieder. So untersuchten die Schülerinnen und Schüler an unserem Schulteich die Wasserqualität und brachten die Beobachtungen erfolgreich in den Umweltwettbewerb des Kreises ein. Bei einem Methodentraining zum Experimentieren ließ Sechstklässler Bohnen und Kichererbsen keimen und wachsen. Der elfte Jahrgang untersuchte den Zusammenhang unserer Ernährungsgewohnheiten mit dem Rückgang des Regenwaldes und führte ebenso neue Low-Cost-Experimente durch. Im 9. Jahrgang wurde zur Löslichkeit von CO2 im Meerwasser experimentiert und im 11. Jahrgang wiederum wurden Styroporboote gebastelt, die über den Microcontroller Arduino dazu programmiert wurden, in einem eigens dafür gebauten Wasserbecken eine vorgegebene Bahn zu fahren.

 

Drei bis vier ganztägige Set-Treffen, die vom IPN in Kiel inhaltlich begleitet werden, sind meist mit den Fortbildungen gekoppelt und führen den schulübergreifenden Lehrkräfte-Dialog über die lebensnahe Gestaltung von Unterricht auf einem erfahrenen Niveau fort. Dabei wird auch Unterricht mit Inhalten aus den Fortbildungen gezeigt. Im Mittelpunkt stehen die Eigenständigkeit beim Lernen, der Aufbau experimenteller Fähigkeiten und die selbstständige Erforschung von Forscherfragen, die sich neben dem regulären Unterricht auch für die Teilnahme an naturwissenschaftlichen Wettbewerben wie „Jugend forscht“ eignen können.