Theateraufführungen


Q1b auf Theatertour in Itzehoe

Mit ganz unterschiedlichen Erwartungen machte sich die Q1b jetzt auf den Weg nach Itzehoe, um sich im Stadttheater eine Inszenierung des Shakespeare-Dramas „Othello“ anzusehen. Dieses wurde als Theaterstück aufgeführt, wobei die Schauspieler zum Teil auch gesungen und zu sehr moderner Musik getanzt haben.

Im Allgemeinen waren sich die Schülerinnen und Schüler nach der etwa 2 ½-stündigen Vorstellung ziemlich einig, dass sie gerade eine sehr moderne Inszenierung mit einer Desdemona, die so gar nicht dem allgemeinen Bild von ihr entsprach, und einem weißen Othello gesehen hatten.

Den meisten war die Geschichte relativ unbekannt, daher brauchten viele eine Weile, um richtig in das Stück „reinzukommen.“ Insgesamt waren sich aber alle einig, dass auch diese Inszenierung ihren Reiz hat und sie insgesamt einen gelungenen Abend im Itzehoer Stadttheater verbracht hatten.                                                                                      Jenny Rescher


„Terror“ - SV veranstaltet Theaterfahrt

Das Publikum wird zu Geschworenen - unschuldig oder schuldig? Wie wird der Prozess ausgehen? Die Schülervertretung veranstaltete jetzt eine Theaterfahrt zum Stück „Terror“ im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Dieses Justizdrama von Ferdinand von Schirach guckten sich 20 SchülerInnen unserer Schule zusammen mit zwei Lehrkräften an und entschieden am Ende über den Ausgang des Prozesses. In dem Stück geht es um den Angeklagten Lars Koch, Major der Luftwaffe. Koch schoss mit seinem Kampfjet ein Zivilflugzeug ab, das von einem Terroristen entführt worden war. Der Terrorist hatte gedroht, das Flugzeug in der ausverkauften Münchner Allianz Arena zum Absturz bringen. Dieses Attentat auf 70.000 Menschen verhinderte der Pilot, indem er 164 Menschen tötete. In der Pause gab nun jeder Zuschauer anonym seine Stimme ab - freisprechen oder verurteilen? Es wurde viel diskutiert: Inwiefern wird hier Leben gegen Leben abgewogen? Was hätte noch passieren können? Macht seine Tat ihn zum Helden oder zum Verbrecher? Das Stück endete an diesem Abend mit dem Freispruch von Lars Koch und auf der Heimfahrt von Hamburg nach Sankt Michaelisdonn mit einigen kontroversen Gesprächen und Diskussion zwischen den SchülerInnen über das Urteil. Die ethischen und moralischen Fragen, die das Stück stellte, beschäftigten die SchülerInnen noch lange.

Marie Maßmann, Q1


Szenencollagen an authentischen schauplätzen in marne

Die Kurse Darstellendes Spiel der 12. Klassen des 12. Jahrganges führen anlässlich des 100-jährigen Beginns des 1. Weltkrieges am 29.10 eine Szenencollage auf. Diese Szenen werden an verschiedenen authentischen Schauplätzen in ganz Marne inszeniert. Die Szenen setzen sich mit dem damaligen Schulleben, dem nahenden Krieg und dem Verhältnis zwischen Mann und Frau auseinander. Dieses Ereignis lässt die Zuschauer eintauchen in die Welt des frühen 20. Jahrhunderts.


Schnitzlers 'Reigen' auf der Bühne

Zehn Figuren, zehn Dialogszenen, zehn erotische Begegnungen: In Arthur Schnitzlers „Reigen“ dreht sich alles um den Liebesakt – der allerdings auf der Bühne ausgeblendet wird. Das Schauspiel verursachte nach seiner Uraufführung 1920 einen handfesten Theaterskandal, blieb jahrzehntelang heftig umstritten und wurde erst 1982 endgültig für den Bühnenbetrieb freigegeben. „Unerfindlich ist nur, wie man dieses Stück als unmoralisch hat denunzieren können. Weit entfernt, den Appetit auf amoureuse Betätigung zu wetzen, ist es vielmehr geeignet, ihn gründlich zu verderben. Es ist das Werk eines Moralisten, ein Werk der Entlarvung, der Entzauberung, unbarmherzig und todernst“, schrieb schon 1903 der Literaturkritiker Richard Alewyn. Inzwischen ist der „Reigen“ Teil eines Themenkorridors für das Zentralabitur in Schleswig-Holstein. Für die jugendlichen Schauspielerinnen und Schauspieler bleibt das Stück eine große Herausforderung; jede(r) hat zwei aufeinander folgende Szenen mit zwei verschiedenen PartnerInnen zu bestehen. Jede einzelne Szene erzählt im ersten Teil von der Begegnung zweier Menschen, die schließlich auf einen Liebesakt hinausläuft; der zweite Teil der Szene nimmt die Erzählung wieder auf, nachdem „es“ gerade geschehen ist. Das Ergebnis ihrer ebenso mutigen wie vorsichtigen Annäherung an Schnitzlers Drama präsentieren die Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs am 11. und 12. Juni, jeweils um 19:30 Uhr, in der Aula des Gymnasiums Marne Europaschule.