Einführung des Kabinettsystems


Nach umfassender Diskussion wurde von der Schulkonferenz im Mai 2018 das Kabinettsystem eingeführt. Diese Entscheidung gilt zunächst für zwei Jahre auf Probe, am Ende des Schuljahrs 2018/19 erfolgt eine Zwischenevaluation. Die zweite Schulkonferenz im Schuljahr 2019/20 legt dann fest, ob das Kabinettsystem auf Dauer beibehalten wird.

Bei Wikipedia ist folgende Definition dieser pädagogischen Innovation nachzulesen:

"Unter dem Lehrerraumsystem (auch Lehrerraumprinzip, Lehrerraumkonzept oder Kabinettsystem genannt) versteht man eine Raumnutzung in Schulen, in dem Unterrichtsräume nicht einzelnen Schulklassen (als Klassenraum), sondern Lehrern zugeordnet sind. Das Lehrerraumsystem bietet Lehrern die Möglichkeit, ihren Unterrichtsraum nicht nur den Anforderungen ihres jeweiligen Unterrichtsfaches, sondern auch ihren persönlichen Vorstellungen und Wünschen entsprechend zu gestalten."

 

Welche Verbesserungen werden vom Kabinettsystem erwartet?

  • verbesserte Lernbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler
  • Raum als 3. Pädagoge
  • bessere Bedingungen für schüleraktivierende und schülerorientierte Lernprozesse
  • zuverlässige technische Lern- und Lehrbedingungen
  • mehr Fachbezug in den Lernräumen sichtbar und als produktives Element brauchbar
  • individueller gestaltete Lernräume
  • benötigtes Material ist in den Lernräumen vorhanden und muss nicht erst quer durchs Haus herangeschafft werden
  • weniger Absprache mit anderen Lehrkräften mit anderen Fächern nötig
  • problemlos(er) handhabbare Technik in den Lernräumen
  • mehr echte Lernzeit, da weniger Zeitverlust durch Technikprobleme und Umräumerei sowie Aufräumen entsteht
  • verbesserte Arbeitsbedingungen
  • weniger Vandalismus und weniger Verschmutzung in den Räumen
  • Verantwortlichkeiten für die Räume sind geregelt

 

Was bedeutet das Kabinettsystem für unsere Schülerinnen und Schüler?

  • bessere Lernbedingungen durch vorbereitete und fächerbezogene Lernumgebungen
  • Aktivierung der entsprechenden Hirnregionen durch klaren Fächerbezug beim Betreten und beim Aufenthalt in einem gut gestalteten Kabinett bzw. Fachraum
  • gut zugängliches Zusatzmaterial, wie z. B. Sekundärliteratur, Lexika, Wörterbücher, Duden, Bibeln, Atlanten
  • Tischanordnungen entsprechend den unterrichtlichen Settings
  • die von ihnen oder für sie gestalteten Lernplakate u. Ä. werden nicht beschädigt und bleiben länger erhalten
  • die Technik für ihre Präsentationen funktioniert und kann problemlos bedient werden
  • die Lehrkräfte sind in ihren Kabinetten leichter zu erreichen als früher im Klassenraumsystem

 

Natürlich bringt das Kabinettsystem, wie jedes Raumnutzungssystem, auch Anforderungen an das Selbstmanagement und Sozialverhalten unserer Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte mit sich: 

  • Einlassen auf Veränderungen und Neuerungen
  • Überlegungen, welches Material wirklich für die jeweiligen Unterrichtsstunden benötigt und von zuhause mitgenommen wird
  • Nutzung digitaler Schulbücher, auch um die eigene Schultasche zu erleichtern
  • Rücksichtnahme auf den Wegen durchs Haus und im Schulalltag

Durchführung einer Zwischenevaluation im Mai 2019

Die Zwischenevaluation wurde durchgeführt von einer mit Schüler-, Eltern- und Lehrvertreterinnen und -vertretern besetzten Arbeitsgruppe unter der Leitung von Frau Schmidt.

Sie soll Hinweise auf Optimierungspotentiale beim Kabinettsystems an der Schule geben, Bedarfe aufzeigen, beobachtete Auswirkungen und die bisherige Zufriedenheit feststellen.

Bei Betrachtung der Ergebnisse gilt es zu bedanken, dass sich aus der Elternschaft lediglich 54 Personen an der Befragung beteiligt haben, so dass die Befragung dieser Gruppe nicht als repräsentativ angesehen werden kann. Der Vollständigkeit halber wird sie dennoch hier veröffentlicht.


Ergebnisse der Befragung der gesamten Schülerschaft Jahrgänge 5 - 12


Ergebnisse der Befragung der Lehrkräfte


Ergebnisse der Befragung der Elternschaft (n = 54)